Recording

Welche Musikgenres umfassen Studiorecording / Soundtracks?

Eine der breitesten Facetten des KieseMusic Studios ist der große Erfahrungsschatz in den verschiedensten Genres. Ursprünglich auf Metal und Hardcore spezialisiert, wurden mittlerweile auch viele Liedermacher / Poptracks, pure orchestrale Soundtracks, traditionelle afrikanische Klänge bis hin zu ganzen Musiktherapie-CD´s aufgenommen. So kann man durch die Erfahrung der verschiedensten Genres nur profitieren, da oft die Grenzen fließend sind bzw. immer wieder andere Elemente mit in die Musik einfließen können, sodass es gut ist hier breit aufgestellt zu sein. Beispielsweise die Melodienfindung, auch bzgl. Zweit- und Drittstimmen ist durchaus auch im Hardcore/Metal mittlerweile sehr gefragt und etabliert. Andersrum können aber auch beispielsweise sphärische Klangschalenelemente mit in komplett gegenteilige Musik integriert werden. Obwohl sehr Rocklastig sind auch moderne Vocoder- und Autotuneklänge kein Problem. Von daher gibt es hier keinerlei Einschränkungen oder Bedenken, ein Genre könnte nicht ausreichend abgedeckt sein.

Wie werden die Preise gestaltet?

In unserem Studio gilt ein Stundensatz von 65,-€. Dennoch bieten wir Pakete an, diese sind dem obigen Reiter „Preise“ zu entnehmen. Von der „Preis pro Song“ – Strategie mussten wir uns leider trennen, da es von Auftrag zu Auftrag sehr starke Variationen gibt, wie zum Beispiel folgende:

– Länge der Songs
– Umfang des Arrangements (Instrumentalisierung, Mehrstimmigkeit, etc.)
– Festigkeit der Songidee / Struktur

– Eventuelles Zusatzarrangement (Art und Umfang)
– Eventuelle Sonderwünsche (Vocoder, Sonderinstrumente, mobiles Recording, etc.)

Wie erfahren muss ich sein, um aufzunehmen?

Die jüngste Musikerin, die hier aufgenommen hat war 13 Jahre alt und es war ihre erste Studioerfahrung, die älteste tatsächlich bereits über 90. Ob allererste Studioaufnahme oder langjähriger studierter Profi – im KieseMusic Studio kann man sich auf jeden Stand einstellen und die Musik gemeinsam auf eine ganz neue Ebene heben. Es ist immer schade, wenn eine vielversprechende Idee daran scheitert, dass sich der/die Künstlerin nicht zutraut, den Schritt ins Studio zu wagen, in der Sorge nicht gut genug zu sein. Keine Frage ist zu klein, nicht gestellt werden zu dürfen.

Brauche ich einen Termin?

Definitiv, ja. Erste Fragen können gerne per Telefon / WhatsApp oder Mail besprochen werden, sämtliche persönliche Absprachen oder Recording-Sessions benötigen feste Termine, um nicht mit anderen Sessions zu kollidieren.

Wie werden Termine bei längeren Recordings gesetzt?

Bei kleineren Recordings wie Einzeltracks oder reinen Vocal-Aufnahmen reicht in der Regel ein Termin aus, dieser kann flexibel gesetzt werden. Bei größeren Aufnahmen wie kompletten Alben-Recordings gibt es verschiedene Modelle, wie die Termine gesetzt
werden können. Es ist abhängig vom Terminkalender der Bandmitglieder wie des Produzenten, wie sehr „am Stück“ aufgenommen werden kann. Für viele ist es schwierig, sich 1-2 Wochen komplett freizunehmen um täglich mehrere Stunden präsent zu sein. So gibt es auch flexible Möglichkeiten der Terminvergaben – gerade für den regionalen Bereich wohl wichtig. So können Termine auch abends (dafür kürzer) angesetzt werden, oder hauptsächlich auf das Wochenende verlagert, wenn es zeittechnisch / arbeitstechnisch nicht anders vereinbar ist. Heißt – es muss nicht komprimiert in einen kurzen Zeitraum gequetscht werden, sondern es gibt flexible Möglichkeiten.

Wie ist das Mitspracherecht bei Auftragsproduktionen?

Künstler, die genau wissen was sie wollen, aber Unterstützung brauchen bei der Umsetzung (wie z.B. Soundtracks, Instrumentals, Jingles, etc.) haben oftmals große Hemmungen, ihre Erwartungen in fremde Hände zu lesen. Jedoch zählt eine genaue Umsetzung der Vorstellungen und Visionen der Künstler zu den absoluten Stärken des KieseMusic Studios – so hat es die Erfahrung immer wieder bestätigt. Trotz allem wird nicht ein Wunsch / Auftrag abgegeben, und man bekommt geraume Zeit später eine finale Umsetzung zugeschickt. Der Künstler wird, ohne persönlich anwesend sein zu müssen, tief in den Prozess integriert. So werden noch vor Recordingstart Ideen ausgetauscht und gesammelt – und je nach dem übernommen oder verworfen. Während des Recordingprozesses werden immer wieder Updates und Hörbeispiele übermittelt, damit der Künstler stets auf dem aktuellsten Stand ist, und gegebenenfalls bestärken oder einwirken kann, wenn etwas doch mal von der Vision abweichen sollte. Zudem ist über den gesamten Prozess Raum für Nachfragen oder spontane Änderungen / Ideen.

Wie ist die Kommunikation während Mixing / Mastering?

Siehe Punkt „Wie ist mein Mitspracherecht bei Auftragsproduktionen?“. Die Beschreibungen sind genauso auf das Mixing und Mastering zu übertragen.

Wie kann ich mich optimal auf das Studio vorbereiten?

Hier eine kleine Checkliste, um die Zeit vor den Studioaufnahmen nutzen zu können und perfekt vorbereitet starten zu können. Wenn alle Punkte davon überflüssig waren – umso besser! Aber manchmal vergisst man eben doch das ein oder andere… 😉

a) Song(s) festigen Wenn nicht anders mit dem Produzenten vereinbart, sollten die Songs bei Aufnahmebeginn stehen und durchgeplant sein. Jeder sollte wissen, was wann zu tun ist, und die Band sich in Ablauf und Riffs einig und sicher sein. Das gilt natürlich auch für Punkte wie Tonart und Text. Selbstverständlich ist immer Raum für spontane Änderungen und Ergänzungen, gerade in den Details kommen die besten Ideen erst, wenn der Song so in seine Einzelteiler zerlegt wird wie nie zuvor. Das ist ein wichtiger Prozess, für den dann auch genug Raum und Zeit vorhanden ist. Aber die grobe Vision sollte allen gleich klar sein. Denn je mehr Instrumente bereits aufgenommen wurden, umso schwieriger ist es, von diesem Konzept abzuweichen. Wenn beispielsweise der Schlagzeuger am Anfang der Studioaufnahme eine ganz andere Version des Songs im Kopf hatte, als am Ende der Gitarrist, kommt man in einen Interessenskonflikt, der leider viel zu spät ausgetragen wird. Im Fall der Fälle gibt es zwar immer Möglichkeiten zu schieben und nachzubearbeiten, um allen Gerecht zu werden, aber es ist unnötiger Zeitaufwand und auch für die Künstler oftmals ein Kreativitätskiller. Von daher sei es geraten, die Songs Part für Part sowie Instrument für Instrument
durchzugehen, eventuell sogar einen Plan zu schreiben, an dem sich immer wieder orientiert werden kann.

b) Songs alleine spielen können
Der Recordingprozess wurde detailliert dargestellt. Das bedeutet auch, die Musiker spielen ihre Instrumente in der Regel einzeln und nacheinander ein. Doch jeder macht das in seinem Leben irgendwann das allererste mal, und so manch einer wirkt zunächst überfordert, seinen Part plötzlich losgelöst von allem alleine spielen zu müssen. Man muss die Dynamik der anderen fühlen, obwohl sie nicht mitspielen, und das ist ein Lernprozess. Natürlich gibt es immer die Möglichkeit von Guide-Spuren. Beispiel – jedes Instrument wurde vorab schnell und „dreckig“ aufgenommen, eventuell auch im Proberaum oder Homerecording, sodass der jeweilige Künstler bei seiner Aufnahme trotzdem die Spuren
der anderen mithören kann, obwohl sie noch nicht im Studiorecording dran waren. Trotz allem muss er Part für Part alleine meistern. Daher – im Vorfeld diese Situation mehrfach
durchspielen und üben. Einfach die Songs mal losgelöst vom Rest der Band selbst komplett durchspielen. Oftmals treten hier Fragen auf, die einem noch nie zuvor aufgefallen sind, und dann ist noch genügend Zeit für Klärung da, bevor es „wirklich ernst“ wird.

c) Nach Metronom spielen
Dies ähnelt sehr dem Punkt zuvor – wer das noch nie zuvor gemacht hat, könnte bei der Studioaufnahme selbst etwas überrascht sein, wie es ist nach Metronom zu spielen. Gerade Liedermacher / Künstler ohne sonstige Schlagzeugbegleitung o.Ä. kennen es manchmal nicht, ihre Songs nach einem regelmäßigen und vorgegebenem Tempo einzuspielen. Auch die gewohnte Orientierung an einen Schlagzeuger muss nicht immer ausreichen, da diese manchmal auch unbewusst je nach Song und Part ihr Tempo variieren können. So können bei einem regelmäßigen und gleichbleibendem Klick plötzlich Parts schneller oder langsamer als zuvor wirken. Von daher gilt hier das Gleiche wie bei Punkt b) – im Vorfeld Situation mehrfach durchspielen und üben, sodass man bei der Studioaufnahme gut auf den Klick klarkommt!

d) Instrumenten-Check

Unmittelbar vor Studiobeginn ist ein kurzer Instrumentencheck ratsam, sodass man sicher gehen kann dass alles Vollständig ist und alles funktioniert, gerade bei technischen Hilfsmitteln. Kabel, Pedale, Saiten, etc. sollten ein letztes Mal auf Qualität / Zustand und Funktionalität überprüft werden, sodass im Studio keine bösen Überraschungen auf einen warten.

e) Feste Planung & Absprachen treffen
Das gilt einmal band-intern, aber auch zusammen mit dem Produzenten. Wichtig ist, dass vorab alle Fragen und Probleme angesprochen werden können und auf gegenseitiger Vertrauensbasis kommuniziert werden kann, sodass ein gemeinsamer fester Plan entsteht und die Abläufe für jeden der Beteiligten absolut klar sind. Das klingt selbstverständlich, aber gerade hier kommen oft sehr viele Fallen zum Vorschein… 😉
Von daher gilt hier die Devise – lieber ein bisschen zu viel plaudern als zu wenig, und keine falsche Scheu! Der Produzent fungiert hier durch seine Erfahrung selbstverständlich als Moderator und Mediator.

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